Projekte GESUNDHEIT

Die Gesundheitsversorgung der Menschen in Chepel und der weiten Umgebung ist derzeit sehr unbefriedigend. Der nächste durch eine Krankenschwester besetzte "Health Post" ist über 2 Tagesmärsche entfernt. Kranke müssen auf einem Plastikstuhl auf den Rücken eines Trägers geschnallt dorthin transportiert werden. Chepel verfügt nur über ein sehr begrenztes Sortiment an Medikamenten und Verbandszeug, welches über den Verein in das Dorf gebracht wurde. 

Ein ebenfalls großes Anliegen der Menschen in  Chepel und der Umgebung ist daher der 

Aufbau eines "Health Posts" (Gesundheitspostens)  

in Chepel. Dieser würde mit Arzneimitteln bestückt werden und von einer extra hierfür ausgebildeten Krankenschwester (idealerweise einer Frau aus dem Dorf) geführt. 

Dieses Projekt liegt noch in einiger Ferne, gute Vorschläge und Kontakte hierzu sind aber herzlichst willkommen! 

 

Derzeitige Situation: 

"Health education" im August 2012 bei Karma zu Hause mit Karmas Schwägerin Lami, die im Dorf - ohne jegliche Ausbildung - die Arzneimittel verwaltet und die Anlaufstelle ist für Bewohner, die ein Medikament brauchen. Die medikamentöse Ausstattung im Augsut 2012 war allerdings äußerst bescheiden und bestand aus einigen Blistern Antibiotika, einem Blister Folsäurekapseln und einigen alten Mullbinden.

Karma übersetzte die Packungsbeilagen der von mir mitgebrachten Medikamente aus dem Englischen ins Nepalesische und schrieb die wesentlichen Daten zu den Arzneimitteln auf, damit Lami die verschiedenen Therapeutika zuordnen und anwenden kann.  

In der Schule wiederholte der "Ortsvorsteher" die Erklärungen zu den Arzneimitteln nochmals für alle Anwesenden. 

Im Bereich Gesundheit ist es Ziel des Vereins, für Chepel eine Basisversorgung an Arzneimitteln und Verbandszeug zur  Verfügung stellen, die zum Beispiel Antibiotika enthält, Salben zur Behandlung von Infektionen und von Verbrennungen, Durchfallmittel vor allem für Kinder, Schmerzmittel, Hautdesinfektionsmittel, Augentropfen für bakterielle Augenentzündungen und Fieberthermometer.

Geplant ist eine darüber hinaus z.B. entsprechende Ausbildung von Lami, damit diese die Arznei- und Verbandsmittel auch sachgerecht anwenden kann. Hierfür ließe sich für eine Basis-Ausbildung von Lami eine Krankenschwester aus Kathmandu organisieren. Lami muss auch darin geschult werden, wie die Arzneimittel korrekt gelagert werden und bis wann man sie benutzen darf. Falls ein "health post" aufgebaut werden kann, so könnte Lami diesen übernehmen und führen. 

Idealerweise könnte die Person, die zur Ausbildung kommt, auch die Bewohner im Dorf schulen zu den Themen "Was tun bei Durchfallerkrankungen", "... bei Brandverletzungen", in Sachen Verhütung und AIDS und allgemein zu Fragen der Dorfbewohner. Auch eine Beratung zur Zahnhygiene wäre dringend notwendig sowohl für Kinder als auch für die Erwachsenen. 

 

 

Und noch weitere Ideen für die Zukunft:

Die Bergführer (und auch die Träger und Kochmannschaften) in Nepal haben, wenn sie mit einer seriösen Organisation unterwegs sind, während ihrer Expeditionen und Trekkingtouren eine Krankenversicherung. Sind die Touren jedoch beendet, endet auch in der Regel die Versicherung. Die Menschen sind nicht krankenversichert. Für die Zukunft ist ein Ziel des Vereins, eine Rücklage zu bilden, so dass schwer erkrankte Menschen - wenn dies die Wetterverhältnisse zulassen - mit dem Helikopter aus Chepel ausgeflogen werden können um in Kathmandu in ein Krankenhaus zu kommen. Ein solcher Helikopter-Rettungsflug kostet um die 1.500,- €. Die Rücklage soll dazu dienen, die betroffene Familie in einem solchen Fall für den Flug und die Behandlung im Krankenhaus finanziell zu unterstützen. 

Kommt ein Träger oder Bergführer bei einer Expedition ums Leben, bedeutet dies, dass der Haupternährer der Familie plötzlich fehlt. Fast immer haben die Frauen dann keinerlei Möglichkeit mehr, ihren Kindern noch eine Ausbildung zu finanzieren. Oft denken leider die Mitglieder der Expedition oder auch die Organisation/Agentur nicht an die betroffenen Familien, die nicht nur den Verlust eines Familienmitglieds tragen müssen, sondern auch jegliche finanzielle Grundlage verloren haben. 

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